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26.7.2007 - Die letzte Woche begann...

... mit einer Fahrt im ueberfuellten Minibus (20 + wir) von Yeghegnadzor nach Sisian. Waehrend Edith halb-halb am Fahrer- bzw. Beifahrersitz sass und zumindest die Landschaft geniessen (?) konnte, musste ich auf einem Holzschemel in der dritten Reihe Platz nehmen, den Rucksack natuerlich am Schoss - und das auf einer kurvigen Bergstrasse ueber 70km und der hier ueblichen Fahrweise...

So waren wir begreiflicherweise ziemlich froh endlich angekommen zu sein und bezogen nach einigen Naechten in heruntergekommenen Sowjet-Hotels diesmal ein Zimmer in einem renovierten Sowjet-Hotel (mit groesstenteils funktionierendem Warmwasser, Dusche und armenisch-russischem TV).

Nach einer - aufgrund der hier ueblichen Wach- und Ruhezeiten - recht lauten Nacht erfuellten wir heute Vormittag unser Touristen-Pflichtsoll und fuhren mit einem Taxi zum Stonehenge von Armenien: Zorats Karer. Zahlreiche aufgestellte Steine, teilweise mit Loechern darin, die einen Kreis bzw. irgendwelche Linien bilden - was angeblich an den Sonnwenden einen Sinn ergeben soll. Jedenfalls ist die Staette aber ca. 5000 Jahre alt. Noch aelter sind in den Bergen ueber der Stadt, an der aserbaidschanischen Grenze, Felsmalereien mit einer der aeltesten Darstellungen von Adam und Eva - 7000 vor heute...

Die Landschaft hier ist uebrigens extrem trocken und hat schon fast wuestenhaften Charakter. Gruen ist es nur entlang der Fluesse bzw. dort wo bewaessert wird.

 

 

Hinter den Bergen im Westen und Osten befinden sich in allernaechster Naehe die Enklaven Nachitschevan (Aserbaidschan) und Nagorni-Karabach (Armenien). Beides politisch sehr brisante Staetten, die den schmalen suedarmenischen Korridor umso vereinsamter wirken lassen. Hier ist man wirklich sehr abgelegen... Vom Krieg um Karabach zeugen auch zahlreiche Denkmaeler und Graeber von jungen Maennern aus Sisian, die zwischen 1988 und 1994 um die Unabhaengigkeit dieser Enklave gekaempft hatten.

Morgen werden wir weiter nach Goris reisen und das "beruehmte" Tatev-Kloster besuchen. Mehr dazu demnaechst. 

 

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Über mich

Mich interessiert Politik, ich liebe es zu Reisen und die Wissenschaft ist für mich Beruf und Hobby...

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