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31.10.2007 - Film des Monats: Auf der anderen Seite



Sechs Menschen, deren Wege sich auf schicksalhafte Weise kreuzen, ohne sich zu berühren.
Erst der Tod führt sie zusammen, auf einer emotionalen Reise zur Vergebung.


Als der Witwer Ali die Prostituierte Yeter überredet, bei ihm einzuziehen, ist sein Sohn Nejat irritiert. Nejat taut erst auf, als er erfährt, dass sie ihrer Tochter Ayten regelmäßig Geld für ihr Studium schickt. Nach Yeters plötzlichem Tod reist Nejat in die Türkei, um Ayten zu suchen. Die politische Aktivistin Ayten ist jedoch vor der türkischen Polizei nach Deutschland geflüchtet und bei einer jungen Frau, Lotte, untergetaucht. Als sie von der Polizei aufgegriffen und in die Türkei zurückgeschickt wird, macht sich Lotte auf die Suche nach der Freundin.


Nach „Gegen die Wand“ ist AUF DER ANDEREN SEITE der zweite Teil von Fatih Akins Trilogie „Liebe, Tod und Teufel“. Ein Film, der offenbart, dass die Tragik des Todes auch eine verbindende Kraft sein kann, die es erlaubt, dass Menschen einander neu begegnen. Voller magischer Momente und getragen von einem wunderbaren Darstellerensemble, erzählt er von Abschied und Tod, aber auch von Sehnsucht und Heimkehr. Zweimal ausgezeichnet mit der Palme für das Beste Drehbuch und dem Preis der Ökumenischen Jury in Cannes, ist AUF DER ANDEREN SEITE das Filmereignis im Herbst 2007.



Fatih Akin: „Woran Menschen auch immer glauben – sei es religiös oder politisch – alles hat seine Grenzen, und alles führt in eine Richtung. Ich wollte einen Film darüber machen, wie man durch all das hindurchgeht und schließlich auf der anderen Seite ankommt.”
Nejat, ein deutscher Germanistikprofessor türkischer Abstammung, kümmert sich um seinen alten Vater Ali. Dieser will noch einmal mit einer Frau leben und lädt die türkische Prostituierte Yeter ein, bei ihm zu wohnen. Im betrunkenen Zustand richtet er ein Blutbad an, wird verhaftet und in die Türkei abgeschoben. Nejat macht sich in Istanbul auf die Suche nach Yeters Tochter Ayten, die zu einer Widerstandsgruppe gehört und vor der Polizei nach Deutschland geflohen ist.
Fatih Akins neuer Film ist der zweite Teil einer Trilogie mit dem Titel „Liebe, Tod und Teufel”, deren erster Teil GEGEN DIE WAND für Aufsehen sorgte. In AUF DER ANDEREN SEITE geht es um den Tod, und so ist es kein Wunder, dass der Film im Vergleich zu seinem Vorgänger ruhiger und nachdenklicher ist. In drei Episoden erzählt er von sechs Schicksalen zwischen Istanbul, Bremen und Hamburg, die über zwei Todesfälle kunstvoll miteinander verknüpft sind.
„Vielleicht ist ja gerade das das wirklich Schöne an AUF DER ANDEREN SEITE, dass der gerade mal 33 Jahre alte Regisseur sich einerseits treu bleibt in seinen Themen, die seine Persönlichkeit widerspiegeln, und dass er andererseits verschiedene Tonarten beherrscht und es versteht, aus jedem Film ein vollkommen eigenständiges und doch typisches Kunstwerk zu formen. Darin besteht die große Meisterschaft Akins, und sie macht ihn zu einem der bedeutendsten jungen europäischen Filmemacher.” (Joachim Kurz)

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Mich interessiert Politik, ich liebe es zu Reisen und die Wissenschaft ist für mich Beruf und Hobby...

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