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19.1.2008 - Congo river



Mit 4374 Kilometern ist der Kongo der zweitlängste Fluss Afrikas. Für die Demokratische Republik Kongo ist er Lebensader und Haupt­verkehrsweg – das Herz der Region. Der belgische Dokumen­tar­filmer Thierry Michel ist dem Congo River gefolgt, von der Mün­dung zu­rück zur Quelle, und führt den Zuschauer mitten in die Dun­kelheit hinein, tief in eine Welt voller Abgründe. Man lernt die Jahr­hunderte alte Mythologie des Flusses kennen und begegnet den legendären Ge­stalten, die im Herzen Afrikas Geschichte geschrieben haben: Forschern wie David Livingstone (1813–1873) und Sir Henry Morton Stanley (1841–1904), den Königen der Kolonialzeit, Leopold II. und Baudouin I., sowie den afrikanischen Führern Lumumba, Mo­bu­tu und Kabila aus der Zeit der Unabhängigkeit.
„Die Anspielung auf Joseph Conrad im Untertitel des Films (Herz der Finsternis) und die gleichzeitige Überwindung dieses Vorbilds sind sehr wichtig, um die Vorgehensweise des bekannten Dokumentari­sten Thierry Michel nachzuvollziehen, der zum vierten Mal einen Film im Kongo gedreht hat. In den vergangenen Jahren hat er sich bereits mit den politischen Entgleisungen in Zaïre beschäftigt, er begegnete den letzten Siedlern und untersuchte die unglaublichen Machen­schaften der Mobutu-Diktatur. So wie Marlow im ‚Herz der Finsternis’ fasziniert ist von dem unerreichbaren Kurtz, scheint Thierry Michel mit seinen Filmen das Gespenst Mobutus zu verfolgen. Allerdings nimmt er nicht auf Conrad Bezug, weil er einen Apocalypse Now drehen will, sondern um die Entschiedenheit seiner Kritik am Kolonialis­mus zu betonen und die Relativität unserer Wahrnehmung des afrikanischen Kontinents zu verdeutlichen.“
Thierry Michel: „CONGO RIVER ist eine Fortsetzung mehrerer an­­­­­­­­­de­rer Filme, die ich in Afrika und insbesondere im Kongo gedreht habe. Acht Filme habe ich innerhalb von etwas mehr als zehn Jahren in Afrika realisiert, fünf davon in Kongo-Zaïre. In den anderen Filmen ging es um ganz bestimmte Augenblicke der jüngsten Geschichte. Mit MOBUTU, ROI DU ZAÏRE (Anm.: gezeigt beim Internationalen Film Festival Innsbruck 1998) habe ich versucht, vierzig Jahre Ge­­schichte des postkolonialen Afrikas über eine äußerst symbolträchtige Persönlichkeit zu erfassen, die sich filmisch sehr gut darstellen lässt. Mit CONGO RIVER wollte ich noch weiter gehen und die Welt hinter mir lassen, die ich gut kenne: die ur­bane Welt der großen kongolesischen Städte Kinshasa, Kisangani und Lubumbashi. Mit dieser Reise zu den Quellen des Flusses, die ja auch etwas von einer Initiation hat, wollte ich das zeitlose Afrika entdecken, das zu seinen Ursprüngen zurückkehrt, aber auch Afrikas bewegte Geschichte.”
... echt beeindruckend ...

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Mich interessiert Politik, ich liebe es zu Reisen und die Wissenschaft ist für mich Beruf und Hobby...

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